In dieser Hauptversammlung habe ich einen Bericht über den Stand der Fusionsverhandlungen gegeben. Da es sich hierbei ja um das derzeit dominierende Thema unseres Verbands handelt, aber nicht alle Vereinsvorstände an unserer Jahreshauptversammlung haben teilnehmen können und zum Teil auch schlicht unrichtige Behauptungen kursieren, möchte ich nachfolgend auf den Stand der Fusionsverhandlungen kurz eingehen.
Es ist verschiedentlich immer wieder zu hören, dass die Fusion bereits beschlossene Sache sei, da die vier Regionalverbände der Fusion bereits zugestimmt hätten und jetzt nur noch Details zu klären seien. Dies ist eindeutig nicht richtig. Richtig ist vielmehr folgendes:
Die vier regionalen Fischereiverbände in Baden-Württemberg haben beschlossen, Verhandlungen über eine Fusion zu einem einheitlichen Landesfischereiverband in
Baden-Württemberg aufzunehmen. Diese Verhandlungen werden von einer sogenannten
Lenkungsgruppe geführt, welche aus 2 Vertretern eines jeden Regionalverbands besteht. Diese Lenkungsgruppe hat mehrfach beraten. Hierbei konnte dann bisher ein Konsens über die räumliche Aufteilung des Verbandsgebietes, sowie in groben Zügen über den Aufbau des Präsidiums erzielt werden. Dieser bisherige Stand der Verhandlungen wurde in der
Jahreshauptversammlung dargestellt.
In unserer Jahreshauptversammlung erfolgte dann eine Abstimmung darüber, ob an den Fusionsverhandlungen weiterhin Interesse besteht und diese Fusionsverhandlungen fortgeführt, oder abgebrochen werden sollen. Wie dem Protokoll unserer Jahreshauptversammlung
zu entnehmen ist, haben unsere Vereine hier einstimmig für eine Fortsetzung der
Verhandlungen gestimmt. Es wurde also nicht eine Fusion, sondern die Fortsetzung der Fusionsverhandlungen beschlossen.
Eine derartige Abstimmung hat auch in den Jahreshauptversammlungen der anderen Regionalverbände mit ähnlichem Ergebnis stattgefunden. Die Präsidien der vier Regionalverbände haben also von ihren Jahreshauptversammlungen den Auftrag erhalten, die Verhandlungen fortzuführen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Es werden nun noch zahlreiche weitere Verhandlungstermine stattfinden, da noch die eine oder andere Grundsatzfrage, aber auch noch viele Detailprobleme verhandelt werden müssen. Erst wenn ein Konsens in allen Punkten erzielt wurde, kann dann eine Satzung und ein Verschmelzungsvertrag erarbeitet werden. Sobald dies vorliegt, wird dann von jedem
Regionalverband über die Fusion als solche abgestimmt. Der derzeitige Zeitplan sieht vor, dass im November 2010 ein abstimmungsfähiges Ergebnis vorliegt. In Anbetracht der Vielzahl der noch zu behandelnden Themen kann aber nicht gewährleistet werden, ob bis dahin tatsächlich ein in allen erforderlichen Punkten ausgearbeitetes und damit abstimmungsfähiges Konzept vorliegt. Jedoch ist es das derzeitige Bestreben aller beteiligten Regionalverbände, die Verhandlungen bis dahin zum Abschluss gebracht zu haben.
Sobald dann also ein abstimmungsfähiges Ergebnis vorliegt, werden wir in einer außerordentlichen Hauptversammlung darüber zu entscheiden haben, ob wir der Fusion zustimmen oder nicht. In unseren Regionalversammlungen haben wir ja von unseren Vereinen erfahren, unter welchen Voraussetzungen einer Fusion zugestimmt werden kann und unter welchen Voraussetzungen nicht. Wie bereits mitgeteilt, entspricht es ja unserem Selbstverständnis, dass ein enger Kontakt zwischen den Vereinen und den gewählten Interessenvertretern der Vereine, also dem Präsidium herrschen muss, damit ein intensiver Meinungsaustausch stattfinden kann, da die Interessen der Vereine ja nur dann sachgerecht
vertreten werden können, wenn genau bekannt ist, welche Wünsche und Vorstellungen die
Mitglieder haben. Bei sämtlichen Regionalversammlungen hat sich bei den angesprochenen Punkten immer ein klares und auch übereinstimmendes Votum der Vereine herausgestellt,
welches wir dann in den Verhandlungen vertreten haben.
Dies hat sich auch als sehr vorteilhaft herausgestellt, da wir hierdurch immer genau wussten, welche Vorstellungen die von uns vertretenden Vereine haben. Deshalb waren wir hier nicht auf Mutmaßungen oder Spekulationen angewiesen.
So werden wir auch weiter verfahren, Wir werden diese Regionalversammlungen also weiterhin durchführen, um auch bei den künftig anstehenden Verhandlungspunkten die Auffassung der von uns vertretenden Vereine erfahren zu können, um diese Auffassung dann in den jetzt anstehenden weiteren Verhandlungen verfechten zu können. Aber nicht nur im Hinblick auf die Fusionsgespräche werden wir die Regionalversammlungen weiterhin durchführen, sondern auch vor dem Hintergrund, dass es ja noch eine Vielzahl anderer Themen außer den
Fusionsverhandlungen gibt, welche besprochen werden müssen. In einer Vorständetagung oder einer Jahreshauptversammlung bleibt einfach kein Raum, um seine Sorgen, Nöte oder Anregungen vorzubringen. Dies kann eben nur in einem kleineren Kreis ohne festgefügtes
Ablaufprogramm erfolgen. Auch aus diesem Grunde werden wir die Regionalversammlungen wie
bisher an wechselnden Orten durchführen, damit der Informationsaustausch zwischen uns so gut wie möglich funktionieren kann.
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